Service am Montag

Stellen

Volljurist*in, Stabstelle Recht, Universität Hamburg, Bewerbungsfrist: 2. November 2017

Wissenschaftl. Mitarbeiter*in, 50%, Zentralinstitut für Raumplanung, Universität Münster (Prof. Dr. Hans D. Jarass, LL.M.), Bewerbungsfrist: 6. November 2017

Oberassistenzstelle, 100%, im Bereich des Staats- und Verwaltungsrechts und/oder des Völker- und Europarechts, Universität Zürich (Prof. Dr. iur. Thomas Gächter), Bewerbungsfrist: 12. November 2017

Wissenschaftl. Mitarbeiter*in, 50-60 %, Lehrprofessur für Öffentliches Recht (Prof. Dr. Urs Kramer) an der Universität Passau, Bewerbungsfrist: k.A.

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Ehe für alle – auf Tunesisch

von JULIUS DIHSTELHOFF und MATTHIAS FRIEHE

Foto Julius DihstelhoffFrieheMuslimische Frauen dürfen in Tunesien künftig auch einen Nicht-Muslim heiraten. Mit dieser Meldung schafften es Mitte September spannende innenpolitische Entwicklungen im Kernland des „Arabischen Frühlings“ in die deutschen Medien, die sonst hierzulande kaum wahrgenommen werden. Diese kleine Revolution im tunesischen Familienrecht zeigt zweierlei: Erstens, wie weit das islamisch geprägte Familienrecht von westlichen Rechtstraditionen entfernt ist. Zweitens, dass eine Emanzipation muslimisch geprägter Staaten von den umstrittenen Traditionen des islamischen Rechts durchaus möglich ist.

Das frühere Eheverbot der Konfessionsverschiedenheit ist dem religiös-weltanschaulich neutralen Staat westlicher Prägung mit seiner säkularen Rechtsordnung heute fremd geworden.

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Der JuWissDay 2017 – ein (wirklich) allerletztes Programm-Update

Logo - JuWissDay 2017 - GROSSAm kommenden Samstag ist es soweit: Dann findet der JuWissDay 2017 in Köln statt. Auf den letzten Metern haben sich noch zwei erfreuliche Konkretisierungen im Programm ergeben, die unsere Tagung zusätzlich um die Facetten praktischer Arbeit in den Sicherheitsbehörden bereichern werden. Beide Referent*innen und ihre Themen wollen wir Euch in diesem Post kurz vorstellen – und die Kurzentschlossenen unter Euch auch nochmals auf die letzten verfügbaren Plätze aufmerksam machen.

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Ehe für alle: Doch, und ohne Verfassungswandel

Toda-Castanvon DANIEL TODA CASTAN

Betrachtet man die Ehe als individuelles Grundrecht und weniger als Institution, wird die Verfassungsmäßigkeit der Ehe für alle ohne Verfassungswandel möglich. Das Abstammungsrecht, das im JuWiss-Blog zusammen mit der Ehe für alle diskutiert worden ist, ist davon getrennt zu behandeln. Ausländische Rechtsordnungen zeigen, dass abstammungsrechtliche Lösungen möglich sind.

Trennung von Ehe und Familie

Bei der Verfassungsmäßigkeit der Ehe für alle geht es darum, ob die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften im Widerspruch zum Ehebegriff in Art. 6 I GG steht. Weiterlesen …

Service am Montag

Stellen

2x Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (TV-L E 13, 50 %, befristet) an der Universität Hamburg, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Telekommunikationsrecht

Professor*in (W2) für Verwaltungsverfahrens- und Verwaltungsprozessrecht, Sicherheits- und Ordnungsrecht sowie Verfassungsrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Research Fellow (befristet) an der Cardiff University, Centre for Political and Legal Analytics

Professor*in (open rank, ggf. tenure track) für Öffentliches Recht an der Universität Basel

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Last Call: JuWissDay 2017

von FREDERIK FERREAU

Logo - JuWissDay 2017Es liegt nicht nur an der tiefstehenden Herbstsonne, dass der JuWissDay 2017 immer größere Schatten vorauswirft: Denn schon bald ist es soweit – am 21. Oktober 2017 werden Nachwuchswissenschaftler*innen und Praktiker*innen in Köln zusammenkommen und über die aktuellen Herausforderungen des Sicherheitsrechts debattieren. Ihr seid weiterhin herzlich eingeladen, Euch noch für die Tagung anzumelden!

Im Jahr 1977 erschütterte der RAF-Terror die Bundesrepublik und ihre Institutionen in ihren Grundfesten: Die Entführung von Arbeitgeberpräsident Schleyer und später der Lufthansa-Maschine „Landshut“ prägten einen Zeitraum von sechs Wochen, der später als „Deutscher Herbst“ in die Geschichte einging. Beispiellose polizeiliche Fahndungsmaßnahmen, die Verschärfung zahlreicher Gesetze, politische Überlegungen zur Krisenlösung jenseits grundgesetzlicher Werte oder der dramatische Schleyer-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zu früher Morgenstunde – dies sind nur einige der juristischen Phänomene dieser Zeit. Weiterlesen …

Service am Montag

JuWissDay 2017 am 21. Oktober 2017 in Köln zum Thema „40 Jahre ‚Deutscher Herbst': Neue Überlegungen zu Sicherheit und Recht“ – Programm und Anmeldung hier


Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w), Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Steuerrecht (Prof. Dr. M. Valta) Juristische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Wissenschaftliche Mitarbeiter (m/w), Lehrstuhl für Öffentliches Recht unter besonderer Berücksichtigung des Finanz- und Steuerrechts (Prof. Dr. Hanno Kube, LL.M.), Institut für Finanz- und Steuerrecht der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Universitätsassistent (m/w) am Institut für Legal Gender Studies, Johannes Kepler Universität Linz

Akademischer Mitarbeiter (m/w), Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Menschenrechte, Hengstberger-Professur für Grund- und Zukunftsfragen des Rechtsstaates, Prof. Dr. Anja Seibert-Fohr, LL.M., Juristischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Weiterlesen …

Fragile Nations and Interculturalism: The Case of Québec

von FÉLIX MATHIEU

MathieuIt is incumbent on minority nations evolving within democratic multinational states to treat immigrant minorities fairly by enshrining a “politics of difference”. Yet minority nations sometimes fear that recognizing their own internal diversity through multiculturalism policies threatens their very existence. It is vital for the democratic future of a minority nation that its feeling of being a “fragile nation” not entail the rejection of a “politics of difference.” Focusing on Québec within Canada, I argue that interculturalism can provide fair treatment for immigrant minorities as well as lessen a minority nation’s feeling of fragility. Weiterlesen …

The Nexus between Old and New Minorities

von ROBERTA MEDDA-WINDISCHER

MeddaWindischerIn international law, minority rights instruments have been traditionally conceived for, and applied to, old minority groups with the exclusion of new minority groups originating from migration. This blog argues that the extension of the scope of application of legal instruments of minority protection, such as the Framework Convention for the Protection of National Minorities (FCNM), is conceptually meaningful and beneficial to the integration of new minorities stemming from migration. Weiterlesen …

Der Autonomiekonvent: Südtirol auf dem Weg zu einem partizipativen Autonomiestatut?

VON MARC RÖGGLA

RoegglaSeit Januar 2016 wurde in Südtirol im „Autonomiekonvent“ über die Überarbeitung des Zweiten Autonomiestatus von 1972 diskutiert. Am 22. September fand dieser Prozess nun sein Ende und die Ergebnisse wurden dem Südtiroler Landtag überreicht. Der Autonomiekonvent wurde vom Institut für Minderheitenrecht an der EURAC Research wissenschaftlich begleitet.

Der Autonomiekonvent war ein partizipativer Prozess mit dem Ziel das Zweite Autonomiestatut zu überarbeiten und zu adaptieren. Das Autonomiestatut ist die Grundlage für Südtirols Autonomie und war das Ergebnis von elitegetriebenen politischen Verhandlungen. Weiterlesen …

Leben und Zusammenleben der Sprachgruppen in Südtirol

Auswirkungen von Autonomie und Minderheitenschutz auf Schule und Bevölkerung

Pichler-sw

von DANIELA PICHLER

Nach vielen Jahren des ungelösten Konflikts wird Südtirol und seine Autonomie heute weltweit als Vorzeigemodell für gelungene Streitbeilegung in Minderheitenkonflikten gefeiert. Schließlich gibt es kaum mehr nach außen getragene Konflikte zwischen der italienischen, deutschen und ladinischen Bevölkerung. Aber friedliches Zusammenleben bedeutet nicht gleich friedliches Zusammenleben. Besonders die Sprach- und Schulpolitik wirken sich vordergründig auf die Sprachgruppen in Südtirol aus.

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„Alte“ und „neue“ Minderheiten – alte und neue Herausforderungen für Recht und Politik

Schwerpunkt des Jungen Forums der Österreichischen Juristenkommission

Jürgen Pirker - swvon JÜRGEN PIRKER

Migration ist eine Herausforderung für die Europäische Union, ihre Mitgliedstaaten und bewährte Systeme des Minderheitenschutzes. „Neue“ Migrationsbewegungen bestärken „alte“ nationale Exklusionsmechanismen. Nachhaltiger Umgang mit „neuer“ und „alter“ Vielfalt erfordert ein Hinterfragen klassischer Minderheitenschutzkonzepte und ihrer Funktionen mit Blick auf verschiedene Minderheitensituationen. Das Junge Forum der Österreichischen Juristenkommission engagiert sich am 06. Oktober 2017 in einer Tagung, die das Verhältnis von autochthonen und Migrationsminderheiten im Spannungsfeld von Integration, Recht und Politik beleuchtet. Zu diesem Anlass gestaltet das Junge Forum ÖJK einen Schwerpunkt am JuWissBlog. Weiterlesen …