Lehrauftrag, Stipendien, Calls for Papers, Summer Schools

Lehrauftrag

Lehrauftrag Staats- und Europarecht an der FHöV NRW. Bewerbungsfrist: 28. Juni 2013. Weitere Informationen hier.

Stipendien

Quentin-Bryce Law Doctoral Scholarships, Sydney, Australien. Bewerbungsfrist: 31. Mai 2013. Weitere Informationen hier.

1-2 Kurzzeit-Stipendien für Promovierende am Graduiertenkolleg “Verfassung jenseits des Staates”, Humboldt-Universität zu Berlin. Bewerbungsfrist: 15. Juli 2013. Weitere Informationen hier.

Calls for Papers

Audre Rapoport Prize for Scholarship on Gender and Human Rights. Bewerbungsfrist: 1. Juli 2013. Weitere Informationen hier.

“Natural resources grabbing: erosion or legitimate exercise of State sovereignty?”, University of Cagliari (Sardinia, Italy), 4. – 5. Oktoberr 2013, Einreichungsfrist: 15 Juni 2013. Weitere Informationen hier.

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Bolivien will wieder Meer

von SEBASTIAN THO PESCH

SebastianthoPeschErmutigt durch das Verfahren zwischen Peru und Chile, hat Bolivien am 24. April 2013 vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag ebenfalls gegen Chile eine Klage eingereicht. In dem Antrag verlangt Bolivien, dass Chile über einen „fully sovereign access to the Pacific Ocean“ (Rn. 1) verhandelt. Dazu soll der IGH a) die Existenz einer solchen Pflicht bestätigen, b) den Verstoß von Chile gegen diese Pflicht feststellen und c) Chile auftragen, dieser Pflicht nachzukommen (Rn. 2). Materiell geht es also nicht um einen Meereszugang selbst, sondern allein um die Frage, ob Chile dazu verpflichtet ist mit Bolivien darüber zu verhandeln. Wie zu erwarten weist Chile die Vorwürfe von sich.

Der Streit geht zurück auf den Salpeterkrieg von 1879-1884. Nachdem das gesamte Küstengebiet nach dem Krieg zunächst unter chilenische Verwaltung gestellt wurde, schlossen die Nachbarländer 1904 den heute noch gültigen Friedens- und Freundschaftsvertag (spanisches Original, englische Übersetzung), in welchem das Gebiet endgültig Chile zugeschlagen wurde. Bolivien hat sich mit diesem Verlust nie abgefunden: so verfügt das Land bis heute nicht nur über eine Flagge für das verlorenen Departement und eine Marine in Wartestellung auf dem Titicacasee, sondern auch über einen eigenen Feiertag, den Tag des Meeres (Día del Mar), welcher jährlich am 23. März an den verlorenen Meereszugang erinnert.

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Der Wissenschaftsrat empfiehlt: Die juristischen Fakultäten sollen Konzepte “Juristischer Bildung” entwickeln

von NORA RZADKOWSKI 

Bild_Nora_RzadkowskiWas kann unter “Juristischer Bildung” verstanden werden? Um sich dieser Frage zu nähern, geht der Beitrag Anregungen aus der Bildungstheorie nach und versucht Wege aufzuzeigen, wie Bildung in juristischen Lehr-/Lernveranstaltungen ermöglicht werden kann. Der Beitrag endet mit einem Plädoyer gegen “Juristische Bildung” als Feiertagskonzept und für einen Widerstreit in Lehre und Studium: Lerninhalte müssen aufgebrochen und ihr Sinn verhandelt werden.

Der Wissenschaftsrat fordert, dass die juristischen Fakultäten “Konzepte für eine breit angelegte und umfassend verstandene ‚Juristische Bildung‘ entwickeln [sollten], mit denen die Vermittlung von Kontext- und Grundlagenwissen systematisch gestärkt, die Methodenkompetenz zur Erfassung von strukturellen und systemischen Zusammenhängen gefördert und zum Ausgleich das Studium von Detailwissen entlastet wird” (S. 57). Statt Norm- und Applikationswissen zu vermitteln, sollten Reflexionskompetenz und Kritikfähigkeit der Studierenden gefördert werden. Ich habe mich mit der Empfehlung des Wissenschaftsrats in einem Vortrag auseinandergesetzt, den ich auf der Jahrestagung des Zentrums für rechtswissenschaftliche Fachdidaktik Ende März in Hamburg gehalten habe. Einige meiner Überlegungen möchte ich vorstellen.

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Stellenausschreibungen

Stellenausschreibung an der FernUniversität Hagen: An der rechtswissenschaftlichen Fakultät, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Juristische Rhetorik und Rechtsphilosophie (Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schliefen)  ist eine volle Stelle als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in zu besetzen. Bewerbungsfrist ist der 31.5.2013. Weitere Informationen hier.

Stellenausschreibung an der Leibniz Universität Hannover: An der Juristischen Fakultät ist eine Juniorprofessur für Informationsrecht, insbesondere Datenschutzrecht ausgeschrieben. Bewerbungsfrist ist der 21.05.2013. Weitere Informationen hier.

Stellenausschreibung an der Leibniz Universität Hannover: An der Juristischen Fakultät sind zwei Stellen als Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (50%) im Lehrservice-Programm JurSERVICE ausgeschrieben. Bewerbungsfrist ist der 24.05.2013. Weitere Informationen hier.

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Verfassungsrecht und Netzneutralität?

Eine Verteidigung der Pläne der deutschen Telekom zur Einführung volumenbegrenzter Internettarife

von SÖNKE E. SCHULZ

SESchulzDie Pläne der Telekom, zukünftige Verträge zum Internetzugang mit einer Volumenbegrenzung zu versehen, wie sie bisher nur im Mobilfunk üblich war, haben nicht nur für einen Aufschrei in der Netzgemeinde gesorgt. Auch wurde der Begriff des „Shitstorms“, der die Telekom als Reaktion ereilte, erstmals in Form eines Berichts in der Tagesschau massenmedientauglich gemacht. Bewusst das Risiko eines ebensolchen Shitstorms eingehend, soll hier dargelegt werden, dass viele Argumente in der Debatte – zumindest aus juristischer Sicht – fehlgehen und vor allem eine verfassungsrechtliche Überhöhung der Netzneutralität (Zugang zum Internet als „Grund- und Menschenrecht“) nicht angezeigt ist. Politisch und rechtspolitisch für den Erhalt der Netzneutralität streiten – gern, aber: gerade die Entwicklungsoffenheit und Wandelbarkeit der (unbestritten vorhandenen) verfassungsrechtlichen Bezüge zwingen im Rahmen juristischer Betrachtungen neuartiger technischer Entwicklungen und ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft dazu, sich der verfassungsrechtlichen Grundlagen zu vergewissern, um nicht rechtspolitisch Wünschenswertem ausgehend von subjektiven Präferenzen unter dem Deckmantel der Daseinsvorsorge zu rechtlicher Verbindlichkeit zu verhelfen. (weiterlesen …)

Verschärfung des Schweizer Hooligan-Konkordats – Sportfans unter Generalverdacht

von PETER BIERI und ANDREAS MÜLLER

PeterBieri_formatiert AndreasMueller_formatiertKein Alkohol in der Fankurve, vorgeschriebene Anreisewege zum Auswärtsspiel, Körperdurchsuchungen ohne konkreten Verdacht: Ist dies nur ein von Fussballfans gezeichnetes Horrorszenario oder bald Wirklichkeit in der Schweiz? Jedenfalls sieht das sogenannte “Hooligan-Konkordat” neu genau solche Massnahmen vor, um die Gewalt bei Sportanlässen in den Griff zu kriegen. (weiterlesen …)

Stellenausschreibungen und Stipendien

Die Albrecht Mendelssohn Bartholdy Graduate School of Law (Hamburg) schreibt Promotionsstipendien und Studienplätze für ihr strukturiertes Doktorandenprogramm aus. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2013 (nächster Programmbeginn: 1. Novermerb 2013). Nähere Informationen zum Bewerbungsverfahren hier.

Stellenausschreibung an der Universität Heidelberg: Am Institut für deutsches und europäisches Verwaltungsrecht (Lehrstuhl Prof. Dr. Wolfgang Kahl, M.A.) ist ab 1. August 2013 die Stelle einer/eines Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/ Mitarbeiters zu besetzen. Nähere Informationen hier.

Stellenausschreibung an der Universität Münster: Am Zentralinstitut für Raumplanung ist zum 1. Juni 2013 oder später eine Teilzeitstelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin zu besetzen. Nähere Informationen hier.

Stellenausschreibung an der Universität Gießen: An der Professur für Öffentliches Recht (Prof. Dr. Steffen Augsberg)  sind ab 1. Juni 2013 oder später zwei halbe Stellen für Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter zu besetzen. Nähere Informationen hier.

Stellenausschreibung an der Bucerius Law School, Hamburg: An der Juniorprofessur für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht (Prof. Dr. Jasper Finke)  ist ab 01. Juni 2013 eine halbe Stelle als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in zu besetzen. Nähere Informationen hier.

Platzvergabe im „NSU-Prozess“ – (un-)eingeschränktes richterliches Ermessen?

von THOMAS WIERNY

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Das als „NSU-Prozess“ bekannt gewordene Strafverfahren gegen Beate Zschäpe und weitere Mitglieder der Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ wird in allen Medien seit Monaten diskutiert. Ging es erst um geschredderte Akten des Verfassungsschutzes, das Untätigbleiben trotz klarer Hinweise auf Zusammenhänge und Täter, so rücken nun seit Wochen prozessorganisatorische Fragen rund um die (Medien-)Öffentlichkeit der Verhandlung in den Mittelpunkt. (weiterlesen …)

Ausländer und Parteien – regiert, aber nicht vertreten?

von JAN BENJAMIN DANIELS

daniels_janIn der Bundesrepublik gibt es etwa 62 Mio. Wahlberechtigte. Ihnen gegenüber stehen ca. 6 Mio. Menschen, die als Nichtdeutsche nicht wahlberechtigt sind, jedoch mitregiert werden.

„Parteien und Ausländer – Demokratische Partizipation in der Zuwanderungsgesellschaft“ war das Thema des Parteienwissenschaftlichen Symposions des Instituts für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf am 19. und 20. April 2013. (weiterlesen …)

Fundamente oder Überbau? Der Wissenschaftsrat und die „Grundlagen“

von FLORIAN MEINEL

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Die sogenannten Grundlagenfächer werden im Bericht des Wissenschaftsrats zu den „Perspektiven der Rechtswissenschaft in Deutschland“ mit großer Aufmerksamkeit und hoher Wertschätzung bedacht. Sie haben allen Grund zur Freude. Aber die Apologie der „Grundlagen“ hat zugleich einen fragwürdigen fachpolitischen Subtext. Der Gebrauch, den der Wissenschaftsrat vom Begriff der „Grundlagenfächer“ macht, ist merkwürdig affirmativ, um nicht zu sagen: kitschig. Warum? Die genauere Lektüre gibt Auskunft. (weiterlesen …)

Mehr Mut zu weniger Selbstverständnis: Reflexionsbedarf für das Studium

von HANNAH BIRKENKÖTTER

bildswDer Bericht des Wissenschaftsrats zur Lage der Rechtswissenschaft fordert an mehreren Stellen eine Auseinandersetzung der Fachgesellschaften mit konkreten Problemen des Wissenschaftsbetriebs. Um die Frage, was der Bericht des Wissenschaftsrats für die Hochschullehre im Allgemeinen und das Öffentliche Recht im Besonderen bedeutet, ging es bei der Auftaktveranstaltung des Kolloquiums Öffentliches Recht an der Humboldt-Universität. Die Veranstaltung zeigt, dass eine offene Diskussion darüber, was eigentlich die Rechtswissenschaft von der Rechtspraxis scheidet, nicht stattfindet. Dabei müsste gerade über diese Frage bereits im Studium stärker diskutiert werden, um einen echten Wandel herbeizuführen. Ein Bericht aus Berlin. (weiterlesen …)

Stellenausschreibungen und Stipendien

Stellenausschreibungen

Zwei Stellen für Promivierende, Vollzeit, Forschungsprojekt zu “Concurrence des Normativités/Competition of Normativities”, ab 15.9.2013 befristet für zwei Jahre.

1 Stelle als Wiss. Mitarbeiter/in, Vollzeit (bzw. zwei halbe Stellen), am Institut für deutsches und europäisches Verwaltungsrecht an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Lehrstuhl Prof. Dr. Wolfgang Kahl, M.A.), ab 1.8.2013 befristet auf drei Jahre, Bewerbungsfrist: 31.5.2013.

Stipendien

Stipendien der Humboldt Universität Berlin für Promovierende oder Post-Docs