Monatsarchiv: Juli 2016

Tagung „Europe with the regions: Regionalization and democratization in the EU”

The Jean Monnet Centre of Excellence PRRIDE (“Positioning Regions and
Regionalism in a Democratic Europe”) is pleased to announce an
international conference taking place at Eberhard Karls University in
Tübingen, Germany.

The PRRIDE conference “Europe with the regions: Regionalization and
democratization in the EU” is taking place from May 11 to May 13,
2017.

Today processes of territorial decentralization are underway in many
EU member states. Also many regions aim to become more active players
in EU affairs at both the domestic and the EU level (e.g. within the
subsidiarity monitoring mechanism). In addition, the formation of
transborder macro-regional strategies is a prominent tool in EU
regional policy for many regions across Europe.

The 2017 PRRIDE conference „Europe with the regions: Regionalization
and democratization in the EU“ will shed light on these trends. The
3-day conference will bring together expertise from political science
scholars working in various fields such as European integration
theory, theories of democracy and participation, comparative politics
and comparative federalism, and regionalization and decentralization
studies, and is furthermore supposed to serve as a link to other
disciplines dealing with regionalism such as law and political
geography.
On three days, across various panels participants will not only
discuss the state of the art in theorizing and conceptualizing
regionalization in Europe (afternoon of Day 1), but also empirical
examples (from various multi-disciplinary perspectives; Day 2), and –
last but not least – normative questions regarding the democratic
potential of regions and macro-regional cooperation in Europe and
beyond (morning session on Day 3).

Please save the date. The PRRIDE team is currently working on all the
details regarding the confrence and will contact the scientific
community again as soon as possible.

For further information on PRRIDE, please visit our website:
www.uni-tuebingen.de/prride

Conference “Movement of People – A Comparative Conference on Migration”

University of Hamburg, 23-24 September 2016. (Free) registration necessary.

The two-day Conference Movement of People – A Comparative Conference on Migration will be held at Universität Hamburg and is the first initiative of our University regarding legal discussions on Migration Law and Refugee Law under European, North-American and Latin American panoramas. The Conference is targeted at lawyers, jurists, researchers, students, political and social scientists who are interested in juridical perspectives of migration and directly or indirectly working in this field. The Conference will be divided into two main panels, in which academics and experts from all around the world will discuss Refugee Law and Migration Law issues, in an interdisciplinary way, increasing the knowledge from those taking part in the event and giving a broader perspective of the so-called migration crisis over the world. The working language of the Conference is English.

More information: here

Conference “The Concept of International Constitutional Law”

For its 10 year anniversary the Journal will host a conference dedicated to its very scope: The one day event to be held on 23 September 2016 at Vienna University of Economics and Business (WU) will focus on the concept of International Constitutional Law. We are honored that Frederick Schauer and Alexander Somek will introduce us to their view on the topic in two Keynote Lectures.

More information: here

Symposium „Gedächtnis und Gerechtigkeit“ – Ein Gespräch zwischen Kunst, Recht und Zivilgesellschaft zu Menschheitsverbrechen, Folter und Techniken der Aufarbeitung

Symposium vom 29. September – 1. Oktober 2016

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Berlin

Die Akademie der Künste und das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) laden mit der Konferenz „Gedächtnis und Gerechtigkeit“ vom 29. September bis zum 1. Oktober KünstlerInnen, JuristInnen und AktivistInnen aus der ganzen Welt nach Berlin ein, um sich mit Menschheitsverbrechen, Folter und Techniken zu deren Aufarbeitung auseinanderzusetzen.

Weitere Informationen: hier

Den Schlechten ans Kröpfchen – Eine kurze Geschichte des industrialisierten Huhns

von WIEBKE REINERT

fb05.reinert_Dass das Münsteraner Landgericht die Klage gegen einen Kükenbrütereibetrieb wegen des Tötens männlicher Küken abgelehnt hat, ließe sich durchaus als historisch bezeichnen. Die Begründung, massenhafte Tiertötungen seien allein wegen wirtschaftlicher Erwägungen »vernünftig«, kommentiert gewissermaßen eine Geschichte, die selbst als Ergebnis »alle[r] erdenklichen ökonomischen Ziele« beschrieben werden kann. Die relevanten Hühner sind darin allerdings sehr vielfältig verwoben mit menschengesellschaftlichen Zusammenhängen, von denen einige in diesem Beitrag aus historisch-anthropologischer Perspektive beleuchtet werden sollen. Weiterlesen …

Dürfen wir Küken töten?

von TATJANA VIŠAK

Tatjana

Selbst wenn ein Tier schmerzlos getötet, wird schadet der Tod zum entsprechenden Zeitpunkt dem Tier genau dann, wenn er ihm eine gute Zukunft weg nimmt, die das Tier ansonsten noch gehabt hätte. Wenn das Töten gleich nach dem Schlüpfen dem Küken nicht schadet, dann nur deshalb, weil sein Leben ohnehin nicht lebenswert gewesen wäre. Das liegt dann allerdings an unserem schlechten Umgang mit den Tieren und ist an sich moralisch problematisch. Angenommen das Küken hätte ein gutes Leben haben können und der Tod schadet ihm: Dürfen wir das Küken töten?

 

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Schadet der Tod dem Küken?

von TATJANA VIŠAK

TatjanaJedes Jahr werden weltweit mehr als 65 Milliarden Landtiere für den menschlichen Verzehr getötet; dazu kommen noch mehr Fische und Meerstiere. Auch die Milch- und Eierproduktion geht mit dem Töten von Tieren einher. So werden die männlichen Küken der Legehennen direkt geschreddert oder vergast, weil sie keine Eier legen und sich für die Fleischproduktion nicht so gut eignen. Da es sich bei der Ernährung mit tierlichen Produkten nicht um eine Notwendigkeit handelt, sondern vielmehr Gewohnheit und geschmackliche Vorzüge eine Rolle spielen, und da den betroffenen Tieren im Allgemeinen ein moralischer Stellenwert zugesprochen wird, drängt sich folgende Frage auf: Ist das Töten von Tieren für diese Zwecke gerechtfertigt? Um diese Frage zu beantworten, muessen wir aus tierethischer Perspektive wissen: schadet der Tod dem Tier?
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Die Nutzung kommt vor dem Schutz – Kritische Anmerkungen zur neuen „Küken-Rechtsprechung“ – Teil II

von SASKIA STUCKI

Saskia Stucki Porträt SW kleinWenngleich die zuvor in Teil I dieses Beitrags analysierten Urteile aus verfassungsrechtlicher Sicht im Ergebnis durchaus Zustimmung finden dürften, ist die vom OVG Münster zur Herleitung eines „vernünftigen Grundes“ entwickelte Argumentationslinie, in der sich letztlich die in einem Fehlen wirtschaftlich sinnvoller Alternativen begründete „wirtschaftliche Notwendigkeit“ der Kükentötung als durchgreifendes Rechtfertigungsnarrativ herauskristallisiert, aus tierschutzrechtlicher Sicht in mehrfacher Hinsicht kritikwürdig.
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Die Nutzung kommt vor dem Schutz – Kritische Anmerkungen zur neuen „Küken-Rechtsprechung“ – Teil I

von SASKIA STUCKI

Saskia Stucki Porträt SW klein

Die jüngst ergangenen „Grundsatzurteile“ des OVG Münster (20 A 488/15 und 20 A 530/15 vom 20. Mai 2016) markieren das vorläufige – und unspektakuläre – Ende eines jahrelangen juristischen Ringens um die Rechtmäßigkeit der Tötung von Eintagsküken bzw. um ein Verbot dieser Tötungsform. Obschon das Ergebnis – Zulässigkeit der Kükentötung de lege lata (und, korrespondierend, Rechtswidrigkeit ihrer behördlich verfügten Untersagung) – aus verfassungsrechtlicher Sicht kaum erstaunt und die nun vorerst eingekehrte Rechtssicherheit bezüglich dieser umstrittenen Frage grundsätzlich begrüßenswert ist, hinterlässt die neue „Küken-Rechtsprechung“ einen schalen Nachgeschmack. Zum einen scheint eine befriedigende Lösung der „Küken-Frage“ weiterhin ausstehend, zumal diese politisch kontroverse Tötungspraxis und die durch sie hervorgerufene tierschutzrechtliche Problematik – die Spannung zum allgemeinen wie auch strafbewehrten Verbot der Tötung „ohne vernünftigen Grund“ (§ 1 S. 2 und § 17 Nr. 1 TierSchG) – unverändert fortbestehen. Zum anderen zeigt die in den Entscheidungsgründen zum Ausdruck kommende Priorisierung einer reibungslos funktionierenden wirtschaftlichen Nutzbarkeit von Tieren über Belange ihres selbst basalsten Schutzes auch eindrücklich die Grenzen des gegenwärtigen rechtlichen (Nutz-)Tierschutzes auf. Weiterlesen …

Themenwoche: Tierrechte in der Geflügelindustrie – Interdisziplinäre Betrachtungen zwischen Recht, Ethik und Geschichte

von FELIX WÜRKERT für die JuWiss-Redaktion

Freiheit und Würde des Individuums sind der Dreh- und Angelpunkt des modernen Öffentlichen Rechts. Dieses Recht ist – zumindest wenn man den überwiegenden positivistischen Ansichten folgt – von Menschen erschaffen worden und setzt daher auch konsequent den Menschen in den Mittelpunkt. Selbst wenn dieser Fokus nicht von vornherein offensichtlich oder gar zwingend ist, wie etwa im Umwelt- oder Weltraumrecht, bleibt das Recht anthropozentrisch. Es verwundert daher kaum, dass sich unsere Rechtsordnung, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis, schwer damit tut, das Schicksal von Tieren adäquat zu erfassen. Diese Schwierigkeiten werden umso größer, wenn sich Rechte und Interessen von Mensch und Tier scheinbar so diametral entgegenstehen, wie in der Lebensmittelproduktion. Weiterlesen …

Service am Montag

Stellen

Zwei Stellen als Akademische Mitarbeiter*innen (50%, TV-L E 13) am Institut für Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie, Abteilung I (Staatswissenschaft), Prof. Dr. Andreas Voßkuhle, Universität Freiburg. Bewerbungsfrist: 15.8.2016

Eine Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (50%, TV-L E 13), Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht sowie empirische Rechtsforschung, Prof. Dr. Niels Petersen, Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Bewerbungsfrist: 1.8.2016

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