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From first reception center to pre-removal facilities – Supreme Administrative court of Greece decides that Turkey is a safe third country

Schwerpunktwoche Herbsttagung Netzwerk Migrationsrecht 2017

by CLARA ANNE BÜNGER and ROBERT NESTLER

Bild_Clara_B++ngerRobert NestlerSince the entry into force of the “EU-Turkey Deal” on 20 March 2016, the Greek Hotspots have fundamentally transformed their function from the initial reception centres they were originally intended to be, to deportation centres. This follows from the first formulation of the statement published as a press release. Under the statement, persons who cross irregularly from Turkey to Greece after 20 March 2016 are to be returned to Turkey. The Supreme Administrative Court of Greece “Council of State” (CoS) ruled on 22 September 2017 that Turkey is a so-called “safe third country” in two cases of Syrian refugees seeking international protection to the eastern Aegean islands coming from Turkey. They moved to the CoS following a negative decision by the Greek Asylum Authority. Although the judgment concerns individual cases, it is groundbreaking. It mainly concerns the legality of accelerated border procedures implemented in the Hotspots, the integration of the European Asylum Support Office (EASO) and the concept of the “safe third country”. Weiterlesen …

EU Hotspot Approach and EU-Turkey Statement in Greece: Implementing a return policy? A legal perspective

Schwerpunktwoche Herbsttagung Netzwerk Migrationsrecht 2017

by CATHARINA ZIEBRITZKI

With the entry into force of the EU-Turkey Statement on 20 March 2016, the political purpose of the EU Hotspots in Greece has been overhauled completely. Originally, EU Hotspots had been presented as a mechanism to implement the EU Relocation Program. Since 20 March 2016 however, the main purpose is the implementation of the return policy. The fast-track border procedure – applied in the EU Hotspots by Greek authorities with support by the European Asylum Support Office – is thus characterized by a preliminary admissibility procedure assessing whether Turkey can be considered as „safe third country“.

EU Hotspot Approach in Greece – from relocation to return?

What is the purpose of the EU Hotspot Approach? The primary aim is to „assist frontline [sic!] Member States in meeting the challegnges presented by high migratory pressures at the EU’s external borders“. EU Hotspots can thus be understood as platforms for operational support by EU Agencies – most importantly the European Asylum Support Office (EASO), Frontex and Europol. However, operational support is not an end in itself, it serves an underlying purpose. In this regard, „the absence of legal clarity [as to the fundamental objectives of hotspots] is worrying“. Weiterlesen …

The implementation of the „Hotspot Approach“ and the EU-Turkey Statement in Greece: A crisis contained, but not over

Schwerpunktwoche Herbsttagung Netzwerk Migrationsrecht 2017

by ELENI TAKOU

TAKOY_imageIn 2015, Greece found itself in the middle of the big corridor of escape created by displaced people who tried to reach Northern Europe. The “hotspot approach” was one of the measures introduced by the European Commission as a model of operational support by the EU agencies to Member States facing disproportionate migratory pressure, with the aim to help them to swiftly identify, register and fingerprint migrants, and support the implementation of relocation and returns, in the context of what was called the “refugee crisis”.

In this context of crisis – which was mostly a reception crisis and one of the rule of law, not a refugee crisis –, Greece became the primary Member State to implement the “hotspot approach”. EU officials had expected that the Council decision for relocation on September 2015 would instantly channel the flows to this legal, yet slow and untested, option; an assumption that neglected both the inherent flaws of the relocation system and the quite understandable lack of trust of refugees in the system. So, it did not – at least not within the timeframe EU officials expected. Within the crisis framing panic, this constituted a turning point: during the following months, the EU engaged in consecutive attempts to circumvent its own decision-making. Weiterlesen …

Krisendiskurse über Migration und ihre Bedeutung für die Gesetzgebung

Schwerpunktwoche Herbsttagung Netzwerk Migrationsrecht 2017

von CHRISTIAN WÖHST

Passbild CWEine konsistente Ausgestaltung der Migrations- und Integrationspolitik verlangt eine sachliche und differenzierte Debatte in Parlament und Öffentlichkeit – in Deutschland, aber auch in Europa. Die Rede von der Krise ist dabei kaum hilfreich. Eine aufmerksame Beobachtung von Krisendiskursen über Migration kann uns aber dabei helfen, die Bedingungen eines demokratischen Umgangs mit Migration besser zu verstehen.

Wie kaum ein anderer beherrschte der Begriff der „Flüchtlingskrise“ die politische Diskurslandschaft seit dem Zuwachs der Migrationszahlen im Jahr 2015. Der Rekurs auf die Krise strukturiert bis heute die öffentlichen Debatten über Migration und Integration und schlägt sich nieder in der Erwartung eines entsprechenden Krisenmanagements der staatlichen Institutionen. Der Modus parlamentarischer Entscheidungsfindung gerät dadurch schnell unter Stress und begünstigt die Position derer, die im Namen der vermeintlichen Krise nach schnellen und allzu einfachen Antworten auf komplexe Fragen suchen. Spätestens hier wird deutlich: Der Begriff der Krise scheint einer sachlichen und differenzierten Diskussion migrationspolitischer Fragen nicht zuträglich zu sein. Die Tatsache aber, dass Migration überhaupt als Krise wahrgenommen wird, eröffnet uns zugleich die Chance, die Bedingungen eines demokratischen Umganges mit Migration besser zu verstehen. Das soll im Folgenden veranschaulicht werden. Weiterlesen …

Was von der „Flüchtlingskrise“ bleibt

Editorial zur Schwerpunktwoche Herbsttagung Netzwerk Migrationsrecht 2017

von CONSTANTIN HRUSCHKA und TOBIAS BRINGS-WIESEN

constantin-hruschka_swtobias-brings-wiesen-swAls „Krisen“ werden immer wieder kathartische Momente beschrieben, in denen wichtige Entscheidungen fallen. Wer eine Führungsrolle für sich in Anspruch nehmen will, präsentiert sich in diesen Momenten als entscheidungsstark und richtunggebend. Für ein Gros der Bevölkerung sind es jedoch Zeiten der Verunsicherung und das Sprechen über die Krise nährt eine gewisse Erwartungshaltung: Es müssen Entscheidungen fallen, der Handlungsdruck steigt. In der seit 2015 anhaltenden „Flüchtlingskrise“ – die angemessener als „Flüchtlingsschutzkrise“ zu bezeichnen ist – zeigen sich diese Mechanismen exemplarisch. Migrationsrecht und Migrationspolitik unterlagen und unterliegen bis heute den Gesetzen der „Krise“ und zeitigen diskussionsbedürftige Ergebnisse im politischen und im gesetzgeberischen Prozess. Weiterlesen …

Service am Montag

Stellen

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (50%, TV-L E13, befristet), Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Finanz- und Steuerrecht (Prof. Dr. Johannes Hellermann), Frist: 04.10.2017 (!)

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (mehrere Stellen, je 50%, TV-L E13, befristet), Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Steuerrecht (Prof. Dr. Matthias Valta), Frist: 09.10.2017 (!)

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (75%, TV-L E13, befristet), FernUniversität in Hagen, Lehrstuhl für Gender im Recht (Prof. Dr. Ulrike Lembke), Frist: 12.10.2017

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JuWissDay 2017: Ein erster Blick in das Programm

Logo - JuWissDay 2017 - GROSS

Nachdem einige von Euch in der vergangenen Woche schon die Katze im Sack gekauft und sich wohl in vollstem Vertrauen auf eine interessante Veranstaltung in absoluter Unkenntnis des Programms angemeldet haben, hoffen wir nun, diesem Vertrauensvorschuss gerecht werden zu können: Wir freuen uns sehr, Euch heute einen ersten Blick auf die Inhalte des JuWissDay 2017 „40 Jahre ‚Deutscher Herbst': Neue Überlegungen zu Sicherheit und Recht“ ermöglichen zu können!

HIER findet Ihr unser Programm auf dem aktuellen Planungsstand!

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Call for Papers – JuWissDay 2017

von TOBIAS BRINGS-WIESEN und FREDERIK FERREAU

Logo - JuWissDay 2017 - GROSS

Nun sind wieder einige Wochen und Monate ins Land gezogen. Der JuWissDay 2017 nimmt mehr und mehr Formen an und es wird Zeit, auch endlich Euch mit „on board“ zu holen. Wir freuen uns sehr, Euch den Call for Papers für den JuWissDay 2017 „40 Jahre ‚Deutscher Herbst‘: Neue Überlegung zu Sicherheit und Recht“ verfügbar machen zu können.

Doch vorher möchten wir die Gelegenheit nutzen, Eure gewonnene Aufmerksamkeit noch auf zwei wichtige Änderungen zu lenken: Anders als ursprünglich geplant wird die Veranstaltung (1) am Samstag, den 21. Oktober 2017 (anstelle von Samstag, dem 7. Oktober 2017) und (2) in den Räumlichkeiten der Fritz Thyssen Stiftung in Köln (anstelle der Universität zu Köln) stattfinden. Die Informationen wurden mittlerweile auch andernorts ausgetauscht, gleichwohl wären wir Euch für eine Weiterverbreitung der Neuigkeiten weiterhin dankbar. Weiterlesen …

Krise der liberalen Demokratie – ein Thema (nicht nur) der Österreichischen Juristenkommission

Zum Schwerpunkt „Demokratie in der Krise – Krise des Rechts“

Teresa_Webervon TERESA WEBER

Die Konzepte der liberalen Demokratie und des Rechtsstaates werden derzeit in vielen Staaten Europas auf die Probe gestellt. Ob diese Konzepte und ihre Verankerung in den verschiedenen Rechtsordnungen sich als krisenfest erweisen, kann nur durch kritische Reflexion der rechtlichen Entwicklungen festgestellt werden. Zur Erfüllung dieser Aufgabe der Rechtswissenschaften leistet die Frühjahrestagung der Österreichischen Juristenkommission und der hier vorgestellte JuWiss Schwerpunkt zum Thema „Demokratie in der Krise – Krise des Rechts“ einen Beitrag.

Der Schwerpunkt und die ÖJK-Frühjahrestagung

Von 25. bis 27. Mai 2017 findet die Frühjahrstagung der Österreichischen Juristenkommission zum Thema „Krise der liberalen Demokratie?“ statt. In Anbetracht der Entwicklungen in einigen europäischen Ländern, wie Ungarn, Polen oder auch der Türkei – die allesamt Gegenstand der Frühjahrestagung sind ­ mag man die Frage stellen, ob das Fragezeichen am Ende des Tagungstitels nicht fast etwas zu hoffnungsvoll ist. Weiterlesen …