Walther Schücking Lecture

In der Walther Schücking Lecture wird Professor Allott (University of Cambridge) sich damit beschäftigen, wie sich Völkerrecht jenseits von „war and diplomacy“ denken lässt. Professor Allott ist bekannt für seine bahnbrechende Kritik am momentanen Völkerrecht sowie seine utopisch inspirierten Neuansätze. In seiner jüngsten Monographie, Eutopia (Edward Elgar, 2016), zeichnet er ein düsteres Bild der internationalen „Nicht-Gemeinschaft“:

„Unfriendship is the natural state of the co-existence of ‘states’. Conflict is seen as a necessary part of their co-existence. There cannot be a more appropriate metaphor for the co-existence of states than that of the game – a game of skill, like chess, and a game of chance, like poker, conducted within a pathology of shared madness – the games of diplomacy and war, which may end with millions dead and whole countries ruined.“

Solche fortschrittlichen und pazifistischen Ideen stehen in der Tradition des ehemaligen Institutsdirektors Walther Schücking (1875-1935), der sein Berufsleben als Wissenschaftler, Politiker und später Richter am Ständigen Internationalen Gerichtshof dem Kantianischen Gedanken von Friede durch Recht und internationale Zusammenarbeit widmete. Das Walther-Schücking-Institut läd regelmäßig renommierte Völkerrechtler*innen zu einem Vortrag im Geiste dieses Vermächtnisses ein. Weitere Informationen zur der Veranstaltung finden sich hier.

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