Im NSU-Prozess in München haben nun die Plädoyers der Verteidiger*innen der fünf Angeklagten begonnen. Damit fokussiert sich einmal mehr die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Täter*innen-Perspektive – die Perspektive der Angehörigen der Ermordeten und Verletzten der rassistischen Mordserie des NSU droht in Vergessenheit zu geraten – ebenso wie das Wissen über staatliche Mitverantwortung und Unterstützer*innen-Netzwerke. Zum Abschluss des Prozesses am Oberlandesgericht München gegen fünf mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer des NSU ziehen der Schriftsteller Imran Ayata und die Opferanwält*innen Antonia von der Behrens sowie Sebastian Scharmer im Gespräch mit der Schriftstellerin Katrin Röggla und der Journalistin Heike Kleffner eine kritische Bilanz der bisherigen juristischen und parlamentarischen Aufarbeitung im NSU-Komplex. Mit einer Einleitung durch Rechtsanwalt und Buchautor Wolfgang Kaleck.
mit:
Imran Ayata (Schriftsteller, Initiative Freundeskreis #FreeDeniz)
Antonia von der Behrens (Nebenklagevertreterin eines Sohnes des am 4. April 2006 in Dortmund vom NSU ermordeten Mehmet Kubaşık)
Sebastian Scharmer (Nebenklagevertreter der Tochter des am 4. April 2006 in Dortmund vom NSU ermordeten Mehmet Kubaşık)
Katrin Röggla ( Schriftstellerin)
Heike Kleffner (Journalistin)
Einleitung: Wolfgang Kaleck (Generalsekretär, European Center for Constitutional and Human Rights., ECCHR)
Veranstaltungsdaten:
Podiumsgespräch am Dienstag, den 8. Mai 2018 um 19Uhr
im Großen Saal der Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Eine Veranstaltung von NSU Watch www.nsu-watch.info und Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein.
v.i.s.d.P.: NSU Watch, c/o apabiz e.V., Lausitzer Str. 10, 10999 Berlin.
